Ölwechsel beim Aufzug


 

1. Warum braucht ein Aufzug überhaupt einen Ölwechsel?

Hydraulische Aufzüge verwenden Öl zur Kraftübertragung und Schmierung. Mit der Zeit altert das Öl, verliert seine Viskosität und kann Verunreinigungen aufnehmen. Ein Ölwechsel stellt die Leistungsfähigkeit und Sicherheit des Systems sicher.

 

2. Wie oft sollte der Ölwechsel durchgeführt werden?

Typischerweise alle 4–6 Jahre, abhängig von:

  • Nutzungsintensität

  • Qualität des verwendeten Hydrauliköls

  • Herstellerempfehlung

  • Umgebungsbedingungen

3. Woran erkennt man, dass ein Ölwechsel notwendig ist?

Hinweise können sein:

  • Dunkle Farbe oder verbrannter Geruch des Öls

  • Unruhige oder ruckartige Fahrbewegung

  • Erhöhte Pumpengeräusche

  • Verzögerte Fahrzeit

  • Sichtbare Verschmutzungen im Ölfilter

4. Kann man den Ölstand selbst prüfen?

In der Regel nein. Arbeiten an der Hydraulik sind sicherheitsrelevant und dürfen nur durch ausgebildete Fachkräfte durchgeführt werden. Eine fehlerhafte Handhabung kann zu Störungen oder Unfällen führen.

 

5. Was passiert beim Ölwechsel?

Ein Techniker:

  1. Prüft Ölqualität und -stand

  2. Entfernt das alte Öl (Abpumpen/Absaugen)

  3. Reinigt Filter oder tauscht diese ggf. aus

  4. Befüllt das System mit geeignetem neuem Öl

  5. Entlüftet und testet die Anlage

6. Kann man die Ölqualität verbessern?

Ja kann man. Die Ölqualität kann mit verschieden Adaptiven und Filtern verbessert werden.

 

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7. Welche Ölarten werden verwendet?

Aufzüge nutzen spezielle Hydrauliköle (z. B. HLP 32, HLP 46). Hersteller geben meist genaue Spezifikationen vor            –>  falsches Öl kann zu Schäden führen.

 

8. Welche Folgen hat ein überfälliger Ölwechsel?

  • Verminderte Förderleistung

  • Höherer Energieverbrauch

  • Schnellere Pumpenabnutzung

  • Störanfälligkeit

  • Im Extremfall Gefahr von Ausfällen

9. Wie lange dauert ein Ölwechsel?

Je nach Aufzugsgröße und Ölmengen meist 2-8 Stunden. Bei sehr großen Aggregaten auch länger.

 

10. Kann altes Hydrauliköl wiederverwendet werden?

Nein. Es wird fachgerecht entsorgt, da es als Sonderabfall gilt.

 

11. Kann ein Software- oder Sensorfehler durch schlechtes Öl entstehen?

Indirekt ja: Wenn das Aggregat wegen verschmutztem Öl instabil arbeitet, kann das Störungen in der Steuerung verursachen oder Fehlermeldungen auslösen.

 

12. Muss ein Ölwechsel dokumentiert werden?

Ja. Nach jeder Wartungs- oder Reparaturmaßnahme müssen:

  • Datum

  • Art der Arbeit

  • Öltyp und Menge

im Anlagenbuch festgehalten werden.