Instandhaltungskosten umfassen alle laufenden Kosten, die nötig sind, um den Aufzug betriebsbereit, sicher und normgerecht zu halten. Dazu gehören insbesondere:
Wartung & Inspektion
Reparaturen und Ersatzteile
Energiekosten
Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS)
Versicherungen & Notdienst
Typischerweise umfasst ein Wartungsvertrag:
Regelmäßige Inspektion der Aufzugsanlage
Kontrolle und Schmierung von mechanischen Komponenten
Funktionsprüfung von Türen, Bremsen, Notrufsystemen
Überprüfung der Kabinen- und Schachtbeleuchtung
Dokumentation aller Arbeiten in Wartungsprotokollen
Empfehlungen für präventive Reparaturen oder Modernisierungen
In Deutschland schreibt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelmäßige Wartungen vor.
Üblich sind monatliche oder vierteljährliche Wartungen, abhängig von Aufzugstyp und Nutzungshäufigkeit.
Bei stark genutzten Aufzügen (z. B. Bürogebäude, Einkaufszentren) können wöchentliche Kontrollen sinnvoll sein.
Wartungskosten sind fester Bestandteil der laufenden Betriebskosten.
Sie werden in der Regel jährlich berechnet, entweder als Pauschale oder nach geleisteten Einsätzen.
In Mehrfamilienhäusern können diese Kosten auf die Mieter umgelegt werden, sofern im Mietvertrag als Betriebskosten vereinbart.
Bei Eigentümergemeinschaften werden die Kosten über Rücklagen oder Umlage nach Miteigentumsanteilen verteilt.
Standard-Personenaufzug (4–6 Haltestellen): ca. 1.500 – 3.000 € pro Jahr
Lastenaufzüge / stark frequentierte Anlagen: ca. 2.500 – 5.000 € pro Jahr
Homelift / Plattformlift: ca. 500 – 1.500 € pro Jahr
Hinweis: Preise variieren je nach Region, Serviceumfang, Notdienstvereinbarungen und Vertragsbedingungen.
| Wartung | Reparatur |
|---|---|
| Vorbeugend, regelmäßig | Behebend bei Störung |
| Verlängert Lebensdauer, sichert Betrieb | Beseitigt bereits vorhandene Schäden |
| Bestandteil der Standhaltungskosten | Kann zusätzlich anfallen, abhängig vom Schaden |
| Protokollierung in Wartungsheft | Kosten abhängig von Aufwand und Ersatzteilen |
Notdiensteinsätze außerhalb der Vertragszeiten
Austausch von Verschleißteilen (z. B. Seile, Türsensoren)
Modernisierungsempfehlungen, die über Routinewartung hinausgehen
Prüfung durch zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) nach Modernisierung
Vergleich von Wartungsverträgen mehrerer Anbieter
Regelmäßige Kontrolle des Aufzugs zwischen Wartungen, um größere Schäden zu vermeiden
Modernisierung von veralteten Komponenten: reduziert Reparaturen und Notdiensteinsätze
Langfristige Wartungsverträge sichern planbare Kosten und stabilen Service
💡 Tipp:
Eine sorgfältige Wartung ist kein optionaler Kostenfaktor, sondern zentral für Sicherheit, Betrieb und langfristige Standhaltungskosten. Sie
verhindert teure Ausfälle, verlängert die Lebensdauer der Anlage und sorgt für Norm- und Gesetzeskonformität.
